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Psychische Erkrankungen – Depression

EINFACH GESAGT:

Das ist: Depression

Depression ist eine Krankheit.

Viele Menschen bekommen in ihrem Leben eine Depression.

In Deutschland etwa einer von fünf Menschen.

Frauen haben öfter Depression als Männer.

Davon kann Depression zum Beispiel kommen:

zu viel Stress

schlimme Sachen, die man erlebt hat

das Gehirn arbeitet anders als bei Gesunden

Verwandte haben die Krankheit auch

Das kann man zum Beispiel bei Depression haben:

man ist immer müde

keine Lust auf Essen

immer dieselben Gedanken

man muss oft weinen

Angst, dass man sterben muss

man ist sehr empfindlich

Männer sind auch oft wütend

Viele mit Depression trinken viel Alkohol

oder nehmen Drogen.

Das hilft nicht.

Depression ist nicht peinlich.

Depression ist gefährlich.

Einer von zehn Kranken bringt sich um.

Das kann man zum Beispiel dagegen tun:

mit einem Arzt sprechen

Medikamente verschreiben lassen:

die heißen Antidepressiva

Reden mit Freunden und Verwandten hilft auch.

Es gibt auch Hilfe am Telefon

beim Berliner Krisendienst

Zu jeder Zeit

Die Telefon-Nummer vom Krisendienst ist

für die Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg 030 39063 10

für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf 030 39063 20

für den Bezirk Spandau 030 39063 30

für den Bezirk Pankow 030 39063 40

für den Bezirk Reinickendorf 030 39063 50

für die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg 030 39063 60

für die Bezirke Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf 030 39063 70

für den Bezirk Treptow-Köpenick 030 39063 80

für den Bezirk Neukölln 030 39063 90

 

ALLTAGSSPRACHE:

Psychische Erkrankungen in der Übersicht: Depressionen

Eine Depression ist eine ernstzunehmende psychische Störung, die in Deutschland etwa jeden fünften Menschen im Laufe seines Lebens trifft, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Ausschlaggebend dabei sein können:

Genetische Vorbelastung 

(Erkrankte in der Blutsverwandtschaft)

Emotionale Verletzungen 

(psychische Traumata)

Gestörter Botenstoffwechsel im Gehirn

negativer Stress (Disstress)

Äußern können sich Depressionen folgen–

­dermaßen:

Emotionale Abgestumpftheit/ein Gefühl innerer Leere

Schlafstörungen/Müdigkeit/übermäßiger Bedarf nach Schlaf

Appetitlosigkeit oder in seltenen Fällen starker Appetit

Überempfindlichkeit/Reizbarkeit

Antriebslosigkeit/Lustlosigkeit

Selbstzweifel/Gedankenkreisen

Konzentrationsstörungen/Schwerfälligkeit im Kopf/Aufmerksamkeitsdefizite

Unglaubliche Niedergeschlagenheit/Negativspirale

Interessenverlust

Verlust der Libido/des Interesses an sexuellen Aktivitäten

Traurigkeit/Weinen

Irrationale Ängste, wie krank zu werden oder, dass Angehörige erkranken

Wahnvorstellungen im schwersten Fall

Im Schnitt kann eine depressive Episode oder Phase zwei Wochen bis mehrere Monate oder Jahre dauern.

Zumeist können gut gemeinte Aufmunterungs- oder Ablenkungsversuche dann eher selten helfen und therapeutische Hilfe wird angeraten. Z. B.:

Gesprächstherapie/Verhaltenstherapie

Gruppentherapie

Medikamentöse Einstellung, z. B. ­Antidepressiva oder Antipsychotika

Ambulante oder stationäre Therapie in einer Klinik oder Tagesklinik

Es ist ein Mythos, dass depressive Menschen überhaupt keine Freude mehr empfinden oder lachen können. Sie meistern häufig genauso gut ihren Alltag wie andere und man sieht es ihnen nicht an der Nasenspitze an, wie es in ihnen aussieht.

Aber: 10 % – 15 % der Menschen mit Depressionen haben einen derartigen Leidensdruck, dass sie keinen anderen Weg sehen, als sich zu suizidieren (Selbstmord begehen). Bitte achtet auf Euch und Eure Angehörigen und nehmt rechtzeitig Hilfe in Anspruch.

Es wird behauptet, dass Frauen und Männer unterschiedlich mit ihren Depressionen umgehen. Dass Frauen sich eher zurückziehen und melancholisch werden, in „ihrem Kranksein baden“ und jammern, während Männer zu risikoreichem Verhalten und Aggressivität neigen, um ihre Emotionen zu überspielen und nicht als „unmännlich“ zu gelten. 

Ich persönlich halte dies für Unsinn, da jeder, ob Frau, Mann oder alles dazwischen, absolut individuell reagieren kann. Jeder kann mit ungünstigen Coping-Me­cha­nismen (Bewältigungsstrategien), wie Alkohol- oder Drogenkonsum reagieren, oder aber auch mit stundenlangem Weinen oder An-die-Wand-Starren.

Das Wichtigste ist, sich davon zu lösen, dass es etwas Peinliches ist, wenn man an einer Depression leidet. Sprecht darüber – mit Partnern, Freunden, Angehörigen oder Profis. Reden hilft am meisten! Und nutzt die Angebote von Krisendiensten!

Text: Juliane Petschler

Standort: Wilmersdorf

Zum Abschluss noch eine Information zum Berliner Krisendienst.

In den Standorten erhält man telefonische und persönliche Beratung, weitere Gesprächstermine können vereinbart werden oder man kann sich über andere Hilfsangebote informieren z. B. in dringenden Fällen ein Hausbesuch oder der Kontakt zu einem Arzt oder einer  Ärztin in Rufbereitschaft. 

Der Krisendienst ist rund um die Uhr erreichbar.

Die Telefonnummern sind jeweils 

030 39063 –

und die 10 für die Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg

und die 20 für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

und die 30 für den Bezirk Spandau

und die 40 für den Bezirk Pankow

und die 50 für den Bezirk Reinickendorf

und die 60 für die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg

und die 70 für die Bezirke Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf

und die 80 für den Bezirk Treptow-Köpenick

und die 90 für den Bezirk Neukölln