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Leben ohne Vor-Urteile

EINFACH GESAGT

Viele haben Vor-Urteile und denken:

Weil einer anders aussieht ist er nicht normal.

Das soll man nicht machen.

Man sollte zu jedem nett sein.

Dann sind die meisten auch nett zu einem.

 

ALLTAGSSPRACHE:

Symbiose – negativen Einfluss verlernen  und labeln

Der Begriff „Labeln“ (englisch für etikettieren, brandmarken) ist grundsätzlich als negativ zu betrachten. Es entspricht in etwa einem Vorurteil, nur dass es im Vergleich noch eine Steigerung bedeutet.

Diese Art zu denken und zu kommunzieren kommt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten und verursacht und verbreitet Verbitterung.

Betrachtet man diese Art negativer Machtausübung, dann reicht es aktuell leider bereits aus mit dem Feindbild „alter weißer Mann“ gelabelt zu werden“. Die Auswirkungen können sich wie ein Lauffeuer verbreiten und die Brandmarkung kann nachhaltig den Ruf schädigen, ganze Karrieren oder sogar Leben zerstören.

Diese Gerüchte können wie eine Welle überschwappen und auch wenn die initiierende Person von sich denkt, sie hätte nur das Richtige getan, schafft dieses negative Bild über den anderen ein Gruppendenken, das sich über andere stellt und so ein Gefühl der scheinbaren moralischen Über­legenheit serzeugt. Ein Trugschluss, der sich rasch rächen kann.

Schließlich sind wir am Ende alle nur Menschen, die auf irgendeine Weise von der (konstruierten) Norm abweichen.

Ein jeder sollte ruhig stolz auf diese Abweichungen sein, denn was die Norm ist, weiß die Norm selbst auch nicht.

In diesem Sinne sollten wir mehr hinhören, statt auf die negativen Brandmarker zu setzen und uns allen mit mehr Mitgefühl die Hand reichen.

Text: Marcel Röschert 

Standort: Wilmersdorf