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EINFACH GESAGT:

Unsere Gruppe ist die Digitalisierung
im Standort Wilmersdorf.

Wir haben unseren Ausflug ins
Bud Spencer Museum gemacht.

Bud Spencer war ein Schauspieler.

Den Namen spricht man:
Batt Spenzer.

Er hat viele Filme gemacht.

Davon viele zusammen mit Terence Hill.

Zum Beispiel:
Das Krokodil und sein Nilpferd

Vier Fäuste gegen Rio

Die rechte und die linke 

Hand des Teufels

Die meisten Filme sind lustig.

Oft gibt es Prügeleien in den Filmen.

Bud Spencer hat viele Sachen gemacht.

Er hat viele Schwimm-Meisterschaften in Italien gewonnen.

Er war für Italien bei Olympischen Spielen.

Er war in der Wasser-Ball-Mannschaft von Italien.

Er hat Rechts-Wissenschaft studiert.

Er hat am Fließ-Band gearbeitet.

Er hat Musik komponiert.

Und noch mehr.

Bud Spencer ist am 31. Oktober 1929 in Neapel geboren.

Und 27. Juni 2016 in Rom gestorben.

Das Bud Spencer Museum war sehr interessant.

Zum Schluss waren wir zusammen essen.

Im Lokal Bella Vita in der Mittelstraße 62 in Berlin 10117.

Das Essen war sehr gut.

 

ALLTAGSSPRACHE:

Bud Spencer Museum
Eine Exkursion der Digitalisierung

Die meisten kennen Bud Spencer fast ausschließlich als lustigen und gutmütigen, buchstäblichen „Dickhäuter“, der sich mit seinem Kompagnon Terence Hill durch witzige Filme schlägt. Spätestens am 25.11.2021, am Tag unserer Exkursion, sollten wir aber noch einiges mehr über Bud Spencer erfahren… Seine Familie hatte das Museum erst am 27.6.2021 – seinem 5. Todestag – eröffnet.

Pünktlich um 10:00 Uhr öffneten sich die Türen. Gleich dahinter befanden sich zur linken Seite ein Souvenirgeschäft, und ein Bistro zur rechten. Nach einer Prüfung durch die Einlassaufsicht auf unseren „Corona Status“ hin einschließlich Identitätsnachweises kamen wir alle für jeweils 10 Euro ermäßigt bzw. 12 Euro regulär hinein. Dann „begrüßte“ uns der nachgebaute, aber (lebens)große Bud Spencer. Die Ähnlichkeit war verblüffend. 

Die Ausstellung selbst war klein und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Sie beinhaltete u. a. eine PlayStation, einen Salon, der allerdings (Corona-bedingt?) nicht von innen zu besichtigen war, ein kleines Kino und eine kleine Galerie mit Bildern und Auszeichnungen, die sein enorm abwechslungsreiches Leben dokumentierten. Ein klein Wenig möchte ich Euch wiedergeben. 

Hättet ihr z. B. gewusst, dass er eigentlich Carlo Pedersoli hieß und vor seiner zunächst ungewollten Schauspielkarriere langjähriger erfolgreicher Wassersportler, sogar zweifacher Olympiateilnehmer für Italien war? Hier wurde er am 31.10.1929 geboren und verbrachte auch die erste Zeit seines Lebens dort. Auch ein Studium der Chemie hatte er bereits als Jugendlicher als einer der jüngsten Studenten Italiens begonnen, bevor seine Familie aufgrund der schweren Nachkriegssituation erst einmal nach Lateinamerika zog. Hierher zog es ihn auch nach seiner Rückkehr nach Italien, wo er sich für ein Studium der Rechtswissenschaft einschrieb, immer wieder. Er vollzog aber auch praktische Arbeiten wie beispielsweise die an einem Fließband oder als Vorarbeiter beim Bau der Panamericana, die als längste Straße der Welt gilt. Außerdem entwickelte er nachhaltige Interessen für Philosophie, fürs Komponieren, Musizieren und Singen, erfand einige Dinge, schrieb drei Bücher und lernte das Fliegen. Diese Leidenschaft wurde in einem seiner Filme erweckt. 

Zum Film kam er übrigens auch nur zufällig, denn eigentlich hatte er gar nicht vor, Schauspieler zu werden. Er arbeitete aber immer wieder dort als Komparse und in kleineren Sprechrollen. So kam eines Tages ein Regisseur auf ihn zu, der genau einen Typen von seiner Statur und Größe suchte. 

Hier begegnete er auch seinem langjährigen Filmpartner, Terence Hill, der eigentlich Mario Girotti heißt, und ein guter Freund wurde. Seinen Künstlernamen wählte Spencer aufgrund seines Lieblingsbieres Budweiser und seiner Bewunderung für den Schauspieler Spencer Tracey. Privat war er verheiratet und hatte drei Kinder. Mit einem tiefer gewordenen Gefühl der Sympathie und des Staunens und der Bewunderung folgte ich meiner Gruppe zu einem nahegelegenen italienischen Restaurant, dem „Bella Vita“ – auf Deutsch „schönes Leben“. Dieses beeindruckte mich ebenfalls – mit köstlichem Essen einschließlich Riesenpizzen. Zu finden in der Mittelstraße 62 in 10117 Berlin. Es war insgesamt ein sehr schöner, erfüllender Ausflug und ich bin sehr froh und dankbar, dass ich diese Möglichkeit hatte.

Text: Agnes Hussla, Digitalisierung
Standort: Wilmersdorf