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EINFACH GESAGT:

George Grosz war ein Künstler.

Er wurde 1893 in Berlin geboren.

Er ist 1959 in Berlin gestorben.

Er malte zum Beispiel Karikaturen.

Eine Karikatur ist ein lustiges Bild.

Das macht sich über schlechte Sachen lustig.

Grosz war ein Kriegs-Gegner.

Die Nazis haben viele von seinen Bildern kaputt gemacht.

Sie haben gesagt:

Das ist keine richtige Kunst.

Weil sie nicht seine Meinung hatten.

Grosz war sehr fleißig.

Er hat viel gemalt.

Ein Verein hat jetzt ein George Grosz Museum aufgemacht.

Da sieht man auch Bilder von ihm,

die konnte man noch nicht sehen.

Das Museum ist in der Bülowstraße 18 in Schöneberg.

An der U-Bahn-Station Bülowstraße von der U2.

Das Museum war früher eine Tankstelle.

 

ALLTAGSSPRACHE:

George Grosz
oder wie eine Tankstelle zum Museum wurde

Laut Definition fährt man zu einer Tankstelle, um ein Auto oder einen Lastwagen mit Treibstoff zu versorgen. In der Regel erhält man dort Benzin und Diesel.

Das trifft aber nicht zu, wenn man zu der Tankstelle in der Bülowstraße 18 in Schöneberg fährt.Aus der Tankstelle wurde „Das Kleine Grosz Museum“.

Warum ein solches Museum?
Ein privater Verein war der Überzeugung, dass Berlin ein Museum benötige, dass sich mit dem Leben und den Werken des Malers, Grafikers und Karikaturisten George Grosz beschäftigte, da der Künstler in deutschen Museen untervertreten sei.

Die geringe Präsenz Grosz´ ist auf seine Lebensgeschichte und Bilder zurückzuführen.Der Galerist und Fan von George Grosz – Juerg Judin – der zunächst selbst die Fläche der Tankstelle als Wohn- und Atelierhaus nutzte, stellte das Gebäude für „Das Kleine Grosz Museum“ zur Verfügung. Es wurde für diese Zwecke umgebaut und am 14.05.2022 eröffnete „Das Kleine Grosz Museum“ mit seinen thematischen Ausstellungen.

Wer war George Grosz?
George Grosz kommt 1893 in Berlin zur Welt und verstirbt dort 1959. Sein Cousin motiviert ihn, in jungen Jahren Zeichenunterricht zu nehmen. Später entwickelt er sein handwerkliches Können durch den Besuch verschiedener Schulen und Akademien. Er erlebte in Berlin vier politische Systeme, die er in Bildern wiedergab: Das Kaiserreich (1871-1918), die Weimarer Republik (1918-1933), den Nationalsozialismus (1933-1945), den er vorwiegend im Exil in den USA, erlebte und die junge Bundesrepublik.

Heute ist er als ein erfolgreicher und exzentrischer Künstler der vor allem der späten 1920er Jahre bekannt. Seine Arbeiten beinhalten politische und provokante Themen. Vor allen Dingen seine Karikaturen und Zeichnungen des Lebens in Berlin machten ihn berühmt. Zu seinem Repertoire gehören z. B. Fotomontagen, Collagen, (satirische) Zeichnungen und auch die Ölmalerei.

Er wird der Stilrichtung „Neue Sachlichkeit“ zugeordnet und vertrat den „Verismus“, eine sozial- und gesellschaftskritische Strömung. In der Zeit des Nationalsozialismus’ wurden seine Werke der „Entarteten Kunst“ zugeordnet. Des Weiteren war George Grosz Mitbegründer der Dada-Bewegung, zudem ein Kommunist und ein Kriegs- und Nazigegner. Im ersten Weltkrieg entwickelt er sich zudem zu einem Pazifisten und ändert seinen Namen Georg Ehrenfried Groß in den englisch klingenden Namen George Grosz um.

Aufgrund seiner kritischen Werke wird er in den späten 20er Jahren mehrfach angeklagt. Er kritisiert unter anderem den Fortbestand des Militarismus’. Die Nazis vernichten einen Großteil seiner Werke oder verkaufen seine Arbeiten unter Wert. Die Hälfte der Bilder seiner Berliner Zeit sind zudem unauffindbar.

Bereits mit 15 Jahren erarbeitete sich Grosz ein unglaubliches Oeuvre. Seine Werke umfassten bereits 400 Zeichnungen und Aquarelle, die von einer sehr hohen Qualität sind.

Grosz war fast 50 Jahre lang aktiv, sehr fleißig und produktiv. Leider sind viele seiner Werke in Deutschland nicht ausgestellt worden.

Dem soll nun mit der Eröffnung des Kleinen Grosz Museums in der Bülowstraße 18 ein Ende gesetzt werden.

Anfahrt:
Bülowstraße 18
10783 Berlin
U2-Haltestelle Bülowstraße

Ticketpreise:
regulär 10 Euro, ermäßigt 6 Euro
Eintritt nur mit vorab gebuchten Tickets

Öffnungszeiten:
Mo + Do 11 – 18 Uhr
Fr 11 – 20 Uhr
Sa + So 11 – 18 Uhr

Quellen: taz.de, artinwords.de, deutschlandfunk.de, docplayer.org, issuu.com, daskleinegroszmuseum.berlin, klexicon.Zum.de, inforadio.de, kunstmuseum.com

Text: Claudia Antl
Standort: Wilmersdorf